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Suizid… meine Kinder machen so etwas nicht…

Es gibt Momente in Leben,
da steht die Welt
für einen Augenblick still.
Und wenn sie sich dann weiter dreht
ist nichts mehr, wie es war.

Hallo und herzlich willkommen auf meiner Homepage!

Mein Name ist Annette Meißner und ich bin eine 48 jährige Mutter von drei Söhnen. Als sich mein zweit-geborener Sohn mit 19 Jahren das Leben nahm, brach für mich eine Welt zusammen und ich fiel in ein tiefes Loch. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich total davon überzeugt, dass meine Kinder sich niemals das Leben nehmen würden.

Mit Hilfe meiner Familie, meinen wahren Freunden und mit Gott fand ich den Weg zurück in mein jetziges Leben. Um meine tiefe Trauer zu verarbeiten nahm ich an Selbsthilfe Gruppen teil, redete sehr viel mit Menschen und begann zu schreiben. Alle meine Gefühle und Gedanken, die ich damals hatte, hielt ich schriftlich fest. Im Nachhinein hätte ich es so genau nicht mehr nachvollziehen können, denn mein Kopf war leer und auch voll. Aus meinen anfänglichen Zeilen entstand nach zwei Jahren mein Buch. Dieses Buch werde ich in Kürze veröffentlichen. Dazu später mehr.

Jeder Mensch ist einzigartig und daher ist auch jede Trauer einzigartig. Leider gibt es keine Liste, die Du abarbeiten kannst, um die nächste Sprosse der Leiter zu erreichen. Doch Du bist nicht alleine mit Deinem Kummer, denn leider gibt es sehr viele Mütter, die ihr Kind durch Suizid verloren haben.

Nun verabschiede ich mich erst einmal von Dir, da ich mit diesem Blog noch am Anfang stehe und wichtige technische Dinge erarbeiten muss. Doch ist es mir sehr wichtig Dich wissen zu lassen, dass ich da bin. In den nächsten Tagen melde ich mich wieder. Ich werde auch ausführlicher darüber berichten. Wenn du möchtest, kannst Du mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Darüber freue ich mich sehr.

Tröstende Grüße und viel Kraft schickt Dir

Deine Annette Meißner

Autor

Name: Annette Meissner

18 Gedanken zu “Suizid… meine Kinder machen so etwas nicht…

  • Birgit Franzenburg

    Liebe Annette,
    danke für Deine tröstenden Worte.
    Es fiel mir ne zeitlang sehr schwer zu schreiben…jetzt 4 Monate nach dem suizid von meinem Sohn wird mir jetzt erst alles bewusst…er kommt nie mehr wieder!!!!Es tut so weh,der schmerz grenzenlos…..ich fange an es erst jetzt zu begreifen..
    habe mir das Buch bestellt und finde mich dort auch wieder…warum hat er so ein grausamen Weg gewählt? sich einfach vor einem Zug zu werfen? Es tut so weh,der Schmerz grnzenlos…..

    Antworten
    • Annette Meissner

      Liebe Birgit,

      Ich weiss, dass es noch in weiter Ferne steht, doch eines Tages schaffst Du es auch, den Schritt Deines Sohnes zu akzeptieren. Mir schien es anfänglich auch unmöglich. Doch mit der Zeit und den vielen Gesprächen, die ich führte, fand ich einen Weg, Enricos Entscheidung zu akzeptieren.

      Dein Sohn wird immer in Deinem Herzen sein und es niemals verlassen, was auch immer er getan hat. Er fand keinen anderen Weg, als den, den er gegangen ist.

      Ich sende Dir viele tröstende Grüße
      Annette

      Antworten
  • Liebe Frau Meißner,
    gerade habe ich WEST-art talk gesehen. Ich bin Hinterbliebene meiner Mutter, leider aber auch depressiv, ebenso wie mein Bruder. Viele Ihrer Aussagen kann ich nachvollziehen, auch hier im Blog, möchte aber auch darauf hin weisen, daß Menschen, die sich dieses Leben nehmen, zum Einen keinen anderen Weg mehr erkennen, bei ihnen nur noch Leere herrscht, so daß sie äußerlich wie immer „funktionieren“, aber ihre Gefühle gar nicht mehr spüren oder steuern können und, wie ich denke, in dem Augenblick der Umsetzung gar nicht mehr nachdenken können. Darum ist der Begriff Freitod absolut falsch. Der Name Zwangstod trifft es besser.
    Ein Mord ist es auch nicht, denn jeder Mensch ist von Gott so sehr geliebt, daß er ihn in sein Reich holt, es sei denn dieser Mensch hat sich selbst dagegen entschieden. Und das tun die wenigsten Suizidanten.
    Vielen Dank für Ihren Mut und Ihre Offenheit und weiterhin viel Kraft und Trost aus unserem Glauben und den Segen unseres HERRN Jesus Christus wünscht Ihnen von Herzen Marianne

    Antworten
    • Annette Meissner

      Liebe Marianne,

      Vielen lieben Dank für Ihren Kommentar und Ihren Zuspruch.
      Ich stimme Ihnen zu, wenn Sie sagen, dass ein Mensch, der sich das Leben nimmt, keinen anderen Weg findet.
      Wie auch immer wir die Tat benennen, es ist und bleibt der eigene Weg. Diese Menschen haben sich entschieden, zu gehen. Und das für immer, denn sie fanden keinen anderen Weg, den sie beschreiten konnten.

      Es ist an uns Hinterbliebene, diese Tatsache zu akzeptieren, auch wenn sie sehr, sehr schmerzlich ist.

      Ich benutze das Wort Suizid
      (von neulateinisch suicidium aus caedes „Tötung“ und sui „seiner selbst“, also sui caedes „Tötung seiner selbst“)

      Ich wünsche Ihnen alles Liebe
      Annette Meißner

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  • Danke,liebe Annette,
    ja es ist noch ziemlich ‚frisch‘ (am 10.Mai diesen Jahres)
    und ich weiss einfach noch nicht,wie mein Leben weitergehen soll…..mein Sohn wird in meinem Herzen weiterleben….

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  • Hallo,auch ich habe meinen Sohn,im Alter von 22 Jahren, durch Suizid verloren,er warf sich einfach vor einem Zug…der Schmerz ist grenzenlos……

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    • Annette Meissner

      Liebe Birgit …
      Ich weiß ganz genau, wie Du Dich fühlst. Ich nehme Dich mal lieb in den Arm, wenn ich darf.
      Auch wenn Du es jetzt noch nicht erkennen kannst, aber Dein Schmerz wird eines Tages erträglicher werden.
      Dein Sohn fand keinen anderen Ausweg für sich, als den Weg, den er ging.
      Ich fühle mit Dir und sende Dir tröstende Grüße,
      Annette

      Antworten
  • Hallo Annette
    Respekt vor Deinem Mut und Deiner Kraft. Mein Sohn hat sich am 30.12.2011 das Leben genommen und meine Trauer ist grenzenlos und hält mich und seine beiden Schwestern gefangen..und meinen Mann und seinen Vater.Ich bin sehr verzweifelt und halte diesen Schmerz nicht länger aus.
    Danke für Deine Informationen, die mich aber nicht wirklich trösten resp.weiterbringen.
    Weiterhin viel Mut
    Gute Grüße
    Brigitte

    Antworten
    • Annette Meissner

      Liebe Brigitte …
      Deine Trauer ist noch sehr frisch und ich möchte Dich einfach nur schweigend in die Arme nehmen und Dich trösten.
      Du darfst mich gerne auch privat unter meiner Adresse anschreiben.
      meissner.annette@googlemail.com
      Tröstende und mitfühlende Grüße schickt Dir
      Annette

      Antworten
  • Hallo Annette…Auch hier in Belgien hört man immer mehr davon.Trost spenden ist nicht einfach. Ich habe es miterlebt dass es fast so weit war. Im letzten Augenblick konnten wir alle noch den Sohn meiner Freundin retten.Aber der Gedanke bleibt, ob er es noch einmal probieren wird. Habe selber 3 Kinder da ist immer ein bisschen Angst! Ich wünsche Dir ganz viel Glück und Kraft mit Deinem Buch, und im weiteren neuen Lebensabschnitt. Grüsse Barbara

    Antworten
    • Annette Meißner

      Liebe Barbara,
      Das ist wohl wahr, dass es schwer ist, Trost zu spenden. Dieses wichtige Thema werde ich auch noch in meinem Blog aufnehmen.
      Dass Du den Sohn Deiner Freundin noch in letzter Sekunde mit gerettet hast, wird bestimmt nicht einfach für Dich gewesen sein. Die Gründe zu so einem Schritt sind für mich schwer nachvollziehbar. Auch ist es verständlich, dass die Angst vor „dem nächsten Versuch“ bleibt.
      Auch ich wünsche Dir und Deiner Freundin ganz viel Kraft.
      Annette

      Antworten
  • Hallo Annette,
    sehr bewegende Geschichte, die ich am Ansatz nur leicht nachempfinden kann, da mein Schwager vor Jahren Suizid begangen hat.
    Ich weiß nicht ob der Schmerz jemals nachlassen wird.

    LG Carmen

    Antworten
    • Annette Meißner

      Liebe Carmen,
      Anfangs war mein Leben ein Scherbenhaufen. Ich dachte, ich würde es nie wieder in den Griff bekommen, denn der Schmerz lag über mir, wie dichter Nebel. Ich musste mich führen und leiten lassen, denn alleine kam ich nicht zurecht. Aber mit der Zeit klärte sich der Nebel ganz langsam auf. Alleine hätte ich es bestimmt nicht geschafft.
      Der Schmerz verschwindet nie ganz. Narben blieben zurück. Früher hätte ich niemals gedacht, dass ich mal dort sein werde, wo ich jetzt bin.
      Dank an alle, die mir zur Seite standen und noch stehen.
      Ganz viele liebe Grüße schickt Dir
      Annette

      Antworten
  • Hallo Annette,
    es gibt sehr viele Momente im Leben, wo wir denken es geht nicht mehr.
    Sei es nun bei WordPress, einem Unfall, bei schwerer Krankheit oder bei solch einem Horror-Moment wie mit Ihrem Sohn.
    Doch das Leben geht weiter und Sie machen es richtig und zeigen der Welt, daß Sie am Ball bleiben.
    Die Probleme mit WordPress:
    Da sind sie nicht allein.
    Nach meinem Dafürhalten sind die Anleitungen zu WordPress zu oberflächlich gehalten, es fehlt einfach an nachvollziehbaren „Schritt-für-Schritt-Anleitungen“, wo ein „Programmierlaie“ problemlos folgen kann.
    Auch im Internet allgemein finden sich zu WordPress keine wirklich hilfreichen Anleitungen.
    Da wird einfach zuviel vorausgesetzt.
    Eigentlich hat ja Heiko Häusler zum Jahreswechsel 2010/2011 angekündigt, daß Raimond Mayer seine WordPressakademie bei Netzverdienst.com einbringen wird, aber da ist bisher nichts passiert.
    Die WordPressprogrammierer und tausende von verschiedenen, teils unausgegorenen Themes und Möglichkeiten lassen momentan nicht erwarten, daß sich dieses Manko demnächst bessert.
    Bleibt nichts weiter übrig, als bei Netzverdienst.com diesen Mißstand zu rügen, seinen WordPressauftritt von einem Profi aufsetzen und warten zu lassen oder auf einen Webbaukasten wie „Jimdo“ oder „Weebly“ umzusteigen.
    Jimdo ist deutsch, Weebly englisch.
    Je nachdem, was Sie langfrsistig im Internet vorhaben, sind diese Alternativen eine Überlegung wert.
    Eine gute Zukunft Ihnen und ihrer Familie und viel Erfolg bei all Ihren Vorhaben

    Antworten
    • Annette Meißner

      Hallo Konrad…
      Das Thema Suizid ist mir so wichtig, dass ich das Lernen und die Fehler von WordPress in Kauf nehme.
      Daher hat es auch so lange gedauert, endlich mit meinem Blog online zu gehen.
      Mein lieber Freund Hanshans hat mich dazu ermutigt und steht mir oft mit Rat und Tat zur Seite.
      Für mich ist es wichtig, mit dem Thema Suizid an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich möchte helfen es zu enttabuisieren. Soweit wie es mir möglich ist.
      Dank Hannes Heinemann-auch ein Mitglied von Netzverdienst.com- habe ich schon früher mit dem Blog angefangen, als ich es vor hatte.
      Natürlich ist mein Blog noch nicht perfekt, aber er wird Schritt für Schritt besser. Auch mein ältester Sohn hilft mir ihn zu perfektionieren.
      Lieber Konrad, ich danke Ihnen für Ihren lieben Kommentar.
      Ganz viele liebe Grüße schickt
      Annette Meißner

      Antworten
  • Hallo Annette
    Ich habe mit großer Interesse deinen Artikel (Suizid… meine Kinder machen so etwas nicht…) gelesen.
    Er ist wirklich interessant und bringt mich zum nachdenken.
    Wobei ich aber auch sagen muß das ich ein Vater bin und du sprichst nur von Mütter.
    Das finde ich ein bisschen schade.
    Ich habe selber 1 Kind und einen, wie sagt man ex-Stiefsohn.
    Bei ihm habe ich auch immer Angst das er suizid gefärdet ist.
    Ich werde deinen Artikel auf jeden Fall verfolgen.
    Und freue mich schon auf dein Buch
    Gruß Sven

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    • Annette Meißner

      Lieber Sven
      Da ich eine verwaiste Mutter bin, kann ich nur die Gefühle einer Mutter nach empfinden.
      In der Selbsthilfe Gruppe von AGUS habe ich natürlich auch verwaiste Väter kennen gelern.
      Für mich waren große Unterschiede zu erkennen, ob Mutter oder Vater. Natürlich waren auch unterschiedliche Trauerwege bei Müttern zu sehen und zu fühlen.
      Ich wollte Niemanden verletzen oder nach hinten schieben, aber ich kenne, wie bereits gesagt, halt nur die Gefühle einer Mutter.
      Ich danke Dir für Deinen Kommentar und werde mich mit dem Buch auch beeilen.
      Ganz viele liebe Grüße schickt Dir
      Annette

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